Montag, 29 August 2022 15:29

Schulmüdigkeit: Wie entsteht sie?

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Bei einigen Kindern in Deutschland lässt sich eine regelrechte Schulphobie beobachten. Diese stellt dann oft die erste von vielen weiteren zukünftigen Phobien dar.

Aus einer psychologischen Perspektive wird die Schulmüdigkeit in der Regel als begleitendes Phänomen von weiteren Angststörungen bewertet, wie beispielsweise Sozialphobie, Trennungsangst oder Agoraphobie.

Oft lässt sich die Schulmüdigkeit bereits bei sehr jungen Kindern feststellen. Die Ursache dafür liegt häufig in Problemen im häuslichen Umfeld. Daneben kann eine Schulmüdigkeit jedoch auch dadurch begünstigt werden, dass die Eltern unter psychischen Problemen leiden. Die Schulmüdigkeit der Kinder hat oft zur Folge, dass sich ihre Leistungen in der Schule massiv verschlechtern. Gegensteuern lässt sich dann beispielsweise mit einer kompetenten und vor allem einfühlsamen Grundschule Online Nachhilfe.

Welche Ursachen im Detail der Schulmüdigkeit besonders häufig zugrunde liegen, erklärt der folgende Beitrag.

Schulmüdigkeit in der Grundschule

Oft treten die Symptome der Schulmüdigkeit bei den Kindern im Alter von rund acht Jahren zum ersten Mal in Erscheinung. Diese bestehen dann beispielsweise darin, dass die Kinder Ängste vorspielen. Die Lehrer können dieses Verhalten oft nicht korrekt einschätzen, da es durch die Eltern in Form von Entschuldigungen und Krankschreibungen in vielen Fällen verdeckt wird.

Die Beziehung zwischen den Lehrern und den Schülern wird bei einer vorliegenden Schulmüdigkeit häufig dadurch beeinträchtigt, dass sich Verspätungen des betroffenen Schülers häufen. Bei scheinbar harmlosen Erkrankungen fehlen die Schüler im Unterricht außerdem besonders lang, auch, wenn es sich lediglich um kaum definierbare Krankheiten handelt, wie zum Beispiel Kopf- oder Bauchschmerzen. Außerdem fehlen die schulmüden Kinder auffallend häufig nach einem Wochenende in der Schule. Daneben lässt sich oft feststellen, dass die Eltern der schulmüden Kinder den Kontakt zu den Lehrern ablehnen. Sie sind für die Lehrkräfte kaum erreichbar und verweigern es ebenfalls, zu einer persönlichen Sprechstunde in der Schule zu erscheinen.

Bei Anwesenheit stören die schulmüden Kinder den Unterricht häufig und nehmen innerhalb der Klassengemeinschaft eine eher isolierte Rolle ein. Pflegen sie Kontakte, bestehen diese vor allem zu Schülern, die ebenfalls ein distanziertes und negatives Verhältnis zur Schule pflegen. Die Kinder zeigen sich darüber hinaus oft als niedergeschlagen und freudlos. Sie erleben oft Misserfolge in der Schule, sind im Unterricht überfordert und schreiben so vorrangig schlechte Noten in Tests und Klassenarbeiten. Die Hausaufgaben werden zum Großteil ebenfalls nicht oder nur unzureichend erledigt. Sowohl in einem kommunikativen als auch in einem sozialen Kontext demonstrieren sie ein ausweichendes Verhalten.

Die Ursachen der Schulmüdigkeit

Die Motive beziehungsweise die Gründe der Kinder, ein derart distanziertes Verhalten zur Schule zu demonstrieren, können sich äußerst unterschiedlich gestalten. Besonders häufig lässt es sich jedoch auf familiäre Probleme zurückführen.

Viele schulmüde Kinder sind so innerhalb der Familie bereits ab einem frühen Alter auf sich alleine gestellt. Es mangelt ihnen somit an der Unterstützung ihrer Eltern – besonders in Bezug auf schulische Angelegenheiten. Ihre Eltern zeigen gegenüber der Schule in vielen Fällen ebenfalls eine gewisse Hemmschwelle.


Daneben empfinden es Kinder, die eine Schulmüdigkeit aufweisen, es in vielen Fällen als schwierig, ihren Platz in der Klassengemeinschaft zu finden. Dadurch erleben sie in der Schule kein Gefühl von Sicherheit beziehungsweise Geborgenheit. Außerdem zeigt sich die Schulmüdigkeit vermehrt bei Kindern, deren Versetzung in die nächste Klasse vorrangig aus pädagogischen Gründen erfolgt ist – sie haben jedoch keine zusätzliche Lernförderung erfahren, sodass sie den Anschluss an den Lernstoff verpassen. Dies führt wiederum zu einer weitereichenden Demotivation.