Donnerstag, 15 September 2022 14:57

Das sind die Ursachen für Besenreiser

Besenreiser entfernen Besenreiser entfernen pixabay

Es gibt wohl kaum einen Menschen, welcher sich nicht mit den sowohl kleinen als auch unschönen Äderchen an Ober- oder Unterschenkeln auseinandersetzen muss.

Besenreiser sind wesentlich stärker verbreitet, als es auf den ersten Blick den Anschein macht. Die unliebsame Entwicklung der kleinen Venen kann hierbei verschiedene Ursachen haben.

Besenreiser: Eine kurze Erklärung

Bei Besenreisern handelt es sich um oberflächliche, kleine Venen, welche gut sichtbar unter der Haut verlaufen. Die hellroten bis dunkelblauen Äderchen verdanken ihre Bezeichnung ihrem Erscheinungsbild. Besenreiser entstehen in der Regel immer dann, wenn Blutgefäße im Körper dauerhaft einem erhöhten Druck ausgesetzt sind. Dadurch verlieren die fein aufgebauten Adern ihre Elastizität und leiern aus.

In den allermeisten Fällen treten Besenreiser in einer isolierten Umgebung auf und beeinträchtigen keine darunterliegenden Venen. Besonders häufig sind Oberschenkel, Knöchelregionen sowie die Innenseite der Unterschenkel betroffen. Aufgrund eines schwächeren Bindegewebes leiden überwiegend Frauen unter den sichtbaren Äderchen.

Ursachen für die Bildung von Besenreisern

Eine der Hauptursachen für die Bildung von Besenreisern kann unter anderem eine angeborene Venenschwäche sein. Darüber hinaus kann langes Sitzen, Liegen oder Stehen ebenfalls die Entwicklung der markant in Erscheinung tretenden Äderchen begünstigen. Übergewicht und zu wenig Bewegung in Kombination mit müden Beinen sind ebenfalls als Ursache bekannt.

Bei Frauen ist das weibliche Geschlechtshormon Östrogen maßgeblich dafür verantwortlich, dass deren Bindegewebe deutlich schneller als bei Männern erschlafft. Daraus resultieren geschwächte Gefäßwände. Diese Grundlage führt unweigerlich zur Entwicklung von Besenreisern direkt unter der Haut. Das Erschlaffen des Bindegewebes wird zudem durch die Einnahme der Anti-Baby-Pille oder bei einer Schwangerschaft erheblich beschleunigt. Weitere Ursachen sind das Konsumieren von Alkohol und Zigaretten sowie das Tragen von Schuhen mit hohen Absätzen.

Besenreiser entstehen unter diesen Voraussetzungen immer dann, wenn die Venenklappen nicht mehr vollständig schließen können. Daraufhin staut sich das Blut in den Venen, wodurch ein erhöhter Druck entsteht. Letztendlich kommt es zur Bildung von Besenreisern in Form von blauroten Verästelungen unter der Haut.

Die Behandlung von Besenreisern

Aus medizinischer Sicht gelten Besenreiser als unbedenklich. Allerdings stellen sie für viele Menschen einen ästhetischen Makel dar, weshalb sie die Besenreiser entfernen lassen möchten. Zu diesem Zweck eignet sich beispielsweise eine spezielle Laserbehandlung oder die Entfernung mittels Verödung. Bei letzterer Möglichkeit wird eine alkoholhaltige Flüssigkeit in die betroffenen Venen gespritzt. Diese sorgt für eine Reizung der Venenwand sowie eine darauffolgende Verschließung der Vene.

Eine Laserbehandlung ist immer dann empfehlenswert, wenn die Besenreiser sehr fein sind. Bei dieser Methode werden gezielt die Venenwände beschädigt, sodass die Vene kurz darauf abstirbt. Sowohl bei der Laserbehandlung als auch beim Veröden sind in der Regel mehrere Sitzungen notwendig.

Prävention gegen Besenreiser

Die Entstehung von Besenreisern ist oftmals durch erblich bedingte Umstände zu erklären. Eine vollständige Vermeidung kann vor diesem Hintergrund nicht vollständig ausgeschlossen werden. Um Besenreisern entgegenzuwirken und die Gesundheit der Venen aufrechtzuerhalten, empfiehlt sich regelmäßige körperliche Bewegung. Die daraus resultierende Anspannung verschiedener Muskelgruppen erzeugt einen wichtigen Druck auf die Venen.

Darüber hinaus eignen sich Massagen sowie das Tragen von Kompressionsstrümpfen. Wechselduschen gelten ebenfalls als eine präventive Maßnahme gegen die Bildung von Besenreisern. Mittlerweile gibt es zunehmend mehr Mediziner, welche der Auffassung sind, dass in diesem Bereich alternative Ansätze einen vorbeugenden Effekt auf Besenreiser haben. Die Verwendung von speziellen Kräutermischungen oder Salben kann dazu beitragen, die Durchblutung der Haut zu fördern. Als besonders vielversprechend gelten Salben, welche das Pflanzenextrakt der Rosskastanie sowie des Mäusedorns enthalten. Gleichzeitig wird die Haut mit ausreichend viel Feuchtigkeit versorgt.