Mittwoch, 12 Dezember 2018 15:08

Maag: Patient muss im Mittelpunkt stehen

Am morgigen Donnerstag wird der Deutsche Bundestag das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) in erster Lesung beraten. Dazu erklärt die gesundheitspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Karin Maag:

"Mit dem Terminservice- und Versorgungsgesetz werden wir den Zugang zur medizinischen Versorgung für Versicherte in der gesetzlichen Krankenversicherung verbessern. Wir schaffen für die Patientinnen und Patienten kürzere Wartezeiten beim Arzt, mehr Unterstützung bei der Suche nach einem Arzttermin durch die Terminservicestellen und ein besseres Sprechstundenangebot. Damit reagieren wir auf den verständlichen Ärger der Bürger über zu lange Wartezeiten beim Arzt und setzen unser Versprechen zur Verbesserung dieser Situation zügig um.

Von Ärzten erbrachte Mehrleistungen sollen natürlich künftig auch besser vergütet werden. Deswegen sollen mit dem Gesetzentwurf endlich diejenigen Ärzte mehr Geld erhalten, die sich zum Beispiel nicht scheuen, neue Patienten aufzunehmen. Gleiches gilt für das Anbieten offener Sprechstunden. Wichtig ist uns vor allem die vorgesehene bessere Vergütung der 'sprechenden Medizin'. Damit wird es uns gelingen, dem persönlichen Gespräch zwischen Arzt und Patient mehr Raum zu geben.

Mit dem Gesetz wollen wir zudem den ländlichen Raum stärken. So sollen die Länder in dünn besiedelten oder strukturschwachen Gebieten auf Zulassungssperren für Arztpraxen verzichten können. Zur Verbesserung und Förderung der vertragsärztlichen Versorgung soll es in diesen Gebieten zudem Zuschläge für diejenigen Ärzte geben, die vor Ort tätig sind. Auch das ist uns als CDU/CSU-Bundestagsfraktion ein wichtiges Anliegen gewesen, um auch in Zukunft eine flächendeckende Gesundheitsversorgung sicherzustellen. Dafür haben wir uns im Koalitionsvertrag stark gemacht und werden daran gezielt weiterarbeiten.

Für uns ist die erste Lesung des Gesetzentwurfs im Plenum des Deutschen Bundestages gleichzeitig auch der Beginn der internen Beratungen. In Vorbereitung darauf haben vor allem die Mitglieder der Arbeitsgruppe Gesundheit seit Wochen viele Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern geführt und die uns zugesandten Briefe und Stellungnahmen auswertet. Besonders viel Diskussionsbedarf sehen wir aktuell bei den Fragen zur künftigen Ausrichtung der medizinischen Versorgungszentren in Deutschland, aber auch zur Einführung einer gestuften und gesteuerten Versorgung für die psychotherapeutische Behandlung.

Im TSVG greifen wir neben den bereits genannten Themen auch weitere gesundheitspolitische Punkte auf. So ist beispielsweise vorgesehen, dass die Festzuschüsse der gesetzlichen Krankenversicherung bei einem Zahnersatz ab dem Jahr 2021 erhöht werden. Außerdem sollen die gesetzlichen Krankenkassen künftig dann das Einfrieren von Ei- und Samenzellen finanzieren, wenn ein Patient, zum Beispiel nach einer Krebserkrankung, unfruchtbar geworden ist.

Im parlamentarischen Verfahren werden wir im TSVG auch Regelungen schaffen, die zu besseren Arbeitsbedingungen von Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden, Podologen und Diätassistenten führen werden. Dazu gehören für uns ganz klar angemessene Preise für Heilmittelleistungen und die Einführung einer sogenannten Blankoverordnung, bei der der Heilmittelerbringer die Auswahl der Heilmittel sowie die Häufigkeit und Dauer der Behandlung selbst bestimmt."

Ähnliche Artikel

Empfohlene Artikel

  • Maag: Patient muss im Mittelpunkt stehen
    Maag: Patient muss im Mittelpunkt stehen

    Am morgigen Donnerstag wird der Deutsche Bundestag das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) in erster Lesung beraten. Dazu erklärt die gesundheitspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Karin Maag:

    Geschrieben am Mittwoch, 12 Dezember 2018 15:08
  • Hauptmann: Deutschland als E-Health-Standort zukunftsfest machen
    Hauptmann: Deutschland als E-Health-Standort zukunftsfest machen

    Zum heutigen Fraktionskongress "Zukunft E-Health" hat die Junge Gruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion ein Papier vorgelegt. Dazu erklärt der Vorsitzende der Jungen Gruppe, Mark Hauptmann:

    Geschrieben am Mittwoch, 16 Januar 2019 15:09
  • Falsch justierter Blitzer - Stadt kassiert Fahrer ab
    Falsch justierter Blitzer - Stadt kassiert Fahrer ab

    Im Schwäbisch Gmünder Einhorn-Tunnel wurde monatelang zu Unrecht geblitzt. Rund 4000 Lkw-Fahrer sind betroffen. Erlaubt waren 80 Stundenkilometer, geblitzt aber wurden die Lastkraftwagen schon bei 60 km/h. 800 Fahrer bekamen nicht nur ein Bußgeld, sondern auch Punkte in Flensburg aufgebrummt. Wer bereits bezahlt hat, guckt in die Röhre. Denn mit der Zahlung habe man den Vorwurf automatisch anerkannt, sagt die Stadt.

    Geschrieben am Dienstag, 09 Oktober 2018 16:42
  • Sanfte Ladung: GTÜ testet Batterielader fürs Bike
    Sanfte Ladung: GTÜ testet Batterielader fürs Bike

    Nach einem traumhaften Sommer haben jetzt doch viele Motorradfahrer ihr Bike in den verdienten Winterschlaf geschickt. Für Motorradbatterien kann die lange Pause allerdings fatale Folgen haben. Da fällt doch glatt im nächsten Frühjahr die erste Ausfahrt gleich ins Wasser, wenn der Akku streikt und das Bike nicht anspringen will.

    Geschrieben am Dienstag, 06 November 2018 16:43
  • Drei Heizmythen - entkräftet!
    Drei Heizmythen - entkräftet!

    Die warmen Tage sind längst gezählt, es wird immer ungemütlicher und so langsam müssen wir uns damit abfinden: es wird bald Winter! Dicke Socken und lange Unterhosen gehören dann zur täglichen Grundausstattung. Und auch die Heizung läuft wieder auf Hochtouren - was wiederum ziemlich teuer werden kann. Muss es aber nicht! Wenn wir nämlich endlich mit einigen Heizmythen aufräumen. Mehr dazu von Jessica Martin.

    Geschrieben am Mittwoch, 24 Oktober 2018 17:50
  • Die Einbruchszeit beginnt! - Schützen Sie Ihr Zuhause effektiv mit Förderung vom Staat
    Die Einbruchszeit beginnt! - Schützen Sie Ihr Zuhause effektiv mit Förderung vom Staat

    Vielleicht ist es ja tatsächlich die letzte Zeitumstellung, die wir erleben/erlebt haben (27.10.), wenn die EU und ihre Mitgliedsstaaten beschließen, sie abzuschaffen. Aktuell müssen wir aber noch mit der Umstellung von Sommer- auf Winterzeit leben, was bedeutet, dass die Sonne nun schon kurz vor fünf untergeht - also wenn viele von uns noch arbeiten sind oder ihre Einkäufe erledigen.

    Geschrieben am Dienstag, 04 Dezember 2018 17:51
  • RWB Direct Return: Erster Private Equity Dachfonds ohne Emissionskosten
    RWB Direct Return: Erster Private Equity Dachfonds ohne Emissionskosten

    Die RWB PrivateCapital Emissionshaus AG ("RWB"), eine Tochter der RWB Group, ist ein marktführender Anbieter und Spezialist für Private Equity in Deutschland. Die RWB hat einen neuen Private Equity Dachfonds aufgelegt, der mit einer innovativen Kostenstruktur die Erwartung von Privatanlegern nach fairen, erfolgsabhängigen Gebühren erfüllt. Der neue RWB Direct Return ist der erste geschlossene Fonds für Privatanleger, bei dem, bis auf das übliche Agio, keinerlei anfängliche Emissionskosten (sog. Weichkosten) mehr anfallen.

    Geschrieben am Mittwoch, 12 Dezember 2018 11:55